“Ponys sind niedlich, Ponys sind süß, Ponys fressen nur Gemüs.” Und seit mittlerweile fünf Jahren begleiten sie mein politisches Leben.
Es begann in einem Studicamp in Berlin mit der Demo “Das Leben ist kein Ponyhof”, deren Parolen seitdem in vielen Städten zu hören waren. “Freiheit für das liebe Vieh, Ponys brauchen Anarchie!”. Im letzten Jahr stürmte sogar ein vermummter Ponyblock eine Bühne des Fusion Festivals und forderte “Ponys für alle politischen Gefangenen”.
Aber auch außerhalb des immatrikulierten Mobs, also zum Beispiel in Popmusik, TV und Kneipennamen begegnen uns zunehmend süße Ponys. Sie sind das Symbol einer neuen Flauschigkeit in Zeiten des Neoliberalismus. “Für die Freiheit, für das Leben – Ponys streicheln und auch pflegen!” und davon handelt das nächste Lied:
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“Ich ließ mir deswegen diese „physische Wirkung“ des „Strychnins“ zwei Mal zeigen.
Ottmar: „Ich habe einen Freund, er ist ein Punker, er weißt es nur nicht. Er ist ganz aufgebracht,
denn man hat ihm die Brille auf seiner Nase gesetzt, was rätst Du mir ihm zu erzählen?“. Tom:
„Ein Punker? In Chile gibt es keinen Punker.“”
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In dem Buch, dass ich auf dieser Seite verlinken möchte, gibt es ebenfalls keinen Punker. Es geht auch nicht wirklich um Chile, vielmehr klatscht uns Alessandro Manica hier 777 Seiten Autobiografisches vor den Latz. Dabei scheint er noch sehr jung zu sein.
Mensch kann es, wie der Autor selbst einleitend bemerkt als eine Dokumentation seiner Schizophrenie lesen. Andererseits ist es auch eine klassische Heldengeschichte über einen Protagonisten auf der Schwelle zur Männlichkeit, der gegen eine feindliche Umwelt ankämpft. Dann erinnert es wieder an “Fear and Loathing in Las Vegas” mit seinen skurrilen Trips oder “Illuminatus!” mit seinen wirren Verschwörungskonstrukten. Ist es vielleicht am Ende eher eine Auseinandersetzung mit magischen Weltsichten, im Stil von Ecos Foucaultschen Pendel?
Nunja… Es sind in jedem Fall 777 extrem authentisch wirkende Seiten Text, die oft neugierig machen, was dem Protagonisten als nächstes zustößt und wie er es interpretieren wird.
Ich weiß nichtmehr, wo ich das Ebook vor einigen Jahren gefunden habe. Über google habe ich es jedenfalls nichtmehr gefunden, deshalb publiziere ich es (ungefragt) auf diesem Blog. Ich hoffe, da hat niemand etwas gegen?!
Achja: Man kann durch dieses Buch durchaus auch verrückt werden. Diese Warnung sey zum Schluss noch ausgesprochen. Der Rest bleibt Verwirrung, und davon handelt das nächste Lied:
Viele kennen noch die Show “Alles Nichts Oder” mit Hella von Sinnen und Hugo Egon Balder. In irrwitzigen Spielen gewannen prominente Gäste bunte Torten, mit denen am Ende der Sendung zumeist die ModeratorInnen beworfen wurden. Schwerwiegende Verletzungen haben sie sich dabei nie zugezogen, zumindest vermute ich das.
Was aber, wenn jemand mit einer Torte beworfen wird, ohne es zu wollen? Gewalt – sicherlich. Aber genügt diese Stigmatisierung einer verbreiteten Stigmatisierungshandlung schon, um diese gänzlich aus dem politischen Diskurs auszuschließen?
Nach Meinung der taz offensichtlich schon. Diese stellte sich nach dem gestrigen Tortenwurf auf Jürgen Trittin demonstrativ hinter das Opfer: Anstatt über nebensächliche Beweggründe des Wurfes zu spekulieren, lässt man lieber die sicheren Quellen von der Polizei zu Wort kommen, die dann auch vermelden konnten, dass Trittin sich keine schwerwiegenden Verletzungen zuzog. Gottseidank!
Wie gut, dass wir Opfer in einem demokratischen Rechtsstaat leben, der uns nicht nur vor Tortenwürfen schützt, sondern auch vor denen, die dreisterweise Darstellungen von Tortenwürfen in ihrem Blog verlinken.
Aufgrund der großen Nachfrage wird zu diesem Thema am 28.10. vor dem Landgericht Bochum nun schon zum dritten Mal ein Lehrstück ganz besonderer Art aufgeführt. Der Eintritt ist frei.
Wir könnten noch argumentieren, dass es nur ein winziger Schritt von der Torte zum Mord ist. Aber davon handelt das nächste Lied:
Jahrzehntelang hat man angenommen, Hanfprodukte seien die gefährlichste Einstiegsdroge Deutschlands. Doch neuere Statistiken beweisen: Wer von harten Drogen abhängig wird, hat vorher zu 94% regelmäßig Kaffee getrunken.
Zahlen die uns nachdenklich machen sollten. Denn während konventionelle Drogen eher Freizeitangelegenheiten sind, hat der Kaffee sich aufgrund seiner aufputschenden und leistungssteigernden Wirkung in zahlreiche Nischen unserer Arbeitswelt eingeschlichen.
Brauchen wir nun einen radikalen Kurswechsel in der Drogenpolitik? Sollte es Selbsthilfegruppen für anonyme Kaffeetrinker geben (Gratis Wasser und Bullrichsalz für Alle!)? Kommt nach dem Rauchverbot jetzt auch noch das Kaffeeverbot? Und was ist eigentlich mit diesem Club Mate, der gutgläubigen Hippies bösen Karies beschert?
Naja… erstmal einen Kaffee trinken…. Und davon handelt das nächste Lied:
Die Grüne Hochschulgruppe und die Jusos sehen dies beide kritisch, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Während auf der Seite der Grünen ihre Haltung zum Kopftuch kritisiert wird, zitiert die SPD-Jugend einen wüsten WDR Kommentar, der Schwarzers “Küchenpsychologie” dem Boulevardjournalismus zuordnet.
Hat es die literarische Form des Troll-Postings nun bis ins Radioprogramm des WDR geschafft? Wird Schwarzer-Bashing bald olympisch?
Feststeht, dass die Emma-Herausgeberin eines der beliebtesten Opfer der sogenannten Trolle ist, die plündernd durch die Blogs und Foren ziehen, um dem durch Schwarzer personifizierten Feminismus mal so richtig die Meinung zu sagen.
Nun erliegen also auch die Ökoelfen von den Grünen der Versuchung des Schwarzer-Bashings. Wir Opfer sind gespannt ob noch Weitere folgen werden.
In jedem Fall wollen wir hier auch das Opfer zu Wort kommen lassen. Und zwar im nächsten Lied:
Keine alte Journalistenweisheit besagt, dass der Wetterbericht im Sommerloch die Nachricht mit dem höchsten Informationswert ist. Warum eigentlich nicht?
Das Wetter ist mysteriös und komplex – geradezu transzendent. So sind auch zahlreiche religiöse und magische Rituale damit verbunden:
Während Regentänze und andere Praxen, die das Wetter zu beeinflussen suchen heute eher out sind, erfreuen sich Prognosen, also seherische Blicke in die Zukunft im aufgeklärten Abendland einer hohen Beliebtheit.
Hierzu werden Experten befragt, meteorologische Autoritäten, die trotz des Namens aber keinerlei Ahnung von Meteoren haben. Sie tragen Anzüge als sakrale Tracht und treten vor technischen Altaren auf, wo die gewonnenen Offenbarungen präsentiert werden. Bisher galten Meteorologen als ähnlich zölibatär, wie vergleichbare Hohepriester der katholischen Kirche; oftmals blieb ihr Unterleib vor den Kameras verborgen.
Dies hat sich spätestens mit dem Fall des Jörg K. geändert, der als eine Art eheloser Heiratsschwindler durch den deutschsprachigen Raum gezogen zu sein scheint, was aufflog, als er wegen Vergewaltigung in U-Haft kam.
Jörg K. ist Meteorologe, Unternehmer und stolzer INSM-Unterstützer – also ein vielfach privilegierter Teilnehmer der Gesellschaft.
Viele sind es gewohnt, seinen Worten allabendlich Glauben zu schenken. Zudem hat er Geld und reiche Freunde (sprich: soziales Kapital). Dementsprechend konnte/wollte/musste er auch nach der Haftentlassung nicht einfach die Fresse halten, sondern tat das, was er gewohnt war: Tanzen auf medialem Parkett und Selbstdarstellung als respektabler Mr Nice-Guy. Stets begleitet von “Medienanwälten” und hunderten fleißigen Kommentarschreibern, die immer schon wussten, dass Vergewaltigungen feministische Propaganda sind, die nur dazu dient anständigen Männern die Ehre streitig zu machen.
Was lernen wir nun daraus? Ist das schlechte Wetter vielleicht eine Strafe Gottes (der ja schon immer überzeugter Antifeminist war)? Wurde es verursacht vom abnehmenden Vertrauen in die Wetterproheten? Brauchen wir eine deutsche Sektion der Weathermen? Oder doch Chemtrails? Naja… Noch etwas Sonne im September wär in jedem Fall geil… Und davon handelt das nächste Lied:
Für Nicht-Linguisten mag diese Frage keinen Sinn machen. Die Linguistin hingegen unterscheidet zwischen dem Sprachsystem, bzw. den Sprachregeln als Langue und der konkret gesprochenen Sprache als Parole. Zumindest hin und wieder. Vor allem an sonnigen Nachmittagen.
Während die Langue sich höchstens mal verarscht fühlt, wenn die Parole sich mal wieder nicht an ihre schönen Regeln hält, muss sich letztere einiges gefallen lassen. Von Philosophen zum Beispiel den Vorwurf, sie sei falsch.
Klar, letztlich könnte die Parole ganz anarchisch jeden noch so arbiträren Quatsch labern. Aber tut sie das? Mit Nichten! Alles hält sich an die unausgesprochenen Regeln, als würde eine Missachtung ausgesprochen streng verfolgt.
Scheiß Konformistenpack… Sitzt nicht so blööde rum und glotzt auf den Monitor, sondern befreit die Parole vom Zwang der Langue. Denn davon handelt das nächste Lied:
Neben den Hottentotten, den Vandalen und den Mongolen nehmen die Sarazenen wohl einen der unteren Plätze in den Top10 der bis heute unbeliebten mittelalterlichen Ethnien ein.
Assoziert sind/waren sie mit proto-imperialistischen Eroberungsfeldzügen im Mittelmeerraum und dem politischen Islam. Wohlgemerkt: Dem aus dem Mittelalter.
Heutige Islamkritiker allerdings wähnen den “muselmanischen Kulturkreis” in Bezug auf seine zivilisatorische Fortschrittlichkeit (zu visualisieren auf einer Skala von 1 bis 10) noch immer genau dort: Im tiefsten, dunkelsten Mittelalter.
Der Islam hatte keine Aufklärung, so das Argument, und deshalb warten wir jetzt auf den überfälligen Anbruch dieser Epoche, damit wir mit den Muslimen endlich auf Augenhöhe diskutieren können. In 300 Jahren, versteht sich, denn die christliche Aufklärung war ja auch nicht erst gestern.
Die Dialektik der Aufklärung sollte man hier allerdings auch nicht aus den Augen lassen: Verglichen wir die Bevölkerungsstatistiken, die mit der islamischen Aufklärung korrelieren einmal mit äquivalenten Daten der europäischen Aufklärung, könnten wir zum Beispiel eine Wiederholung des Holocaust prognostizieren und rechtzeitig verhindern.
Ein populärer Kritiker des heutigen Islam trägt nun ausgerechnet den Namen Sarrazin. Er warnt uns vor den neuen Sarazenen, die für das gleiche Ziel (Eroberung/Islamisierung Europas) ein neues Mittel gefunden zu haben scheinen: Immigration gepaart mit ständiger Paarung und der damit verbundenen Gründung von Großfamilien. Nunja… zumindest von größeren Familien als dem hier etablierten 1,4-Kinder-Haushalt.
Überfremdung ist das Stichwort, das Sarrazin allerdings meidet wie der Teufel das Weihwasser. Denn welcher echte Recke steht schon gerne in der rechten Ecke? Der Mann mit der (irgendwie sympathischen) halbseitigen Gesichtslähmung hat das nicht nötig, denn er weiß, wie man Kritiker zum Schweigen bringt: Mit Statistiken.
Mit Hilfe dieser harten Zahlen malt uns Sarrazin ein Sittengemälde über Intelligenzvererbung, baskische Gene und das türkischsprachige Berlin der Zukunft. Dabei personifiziert er wie kein zweiter die typisch-deutsche Bürokratenmentalität, die im letzten Jahrhundert stets Motor der deutschen Verbrechen war.
Dennoch hat sie es scheinbar geschafft, alle Entnazifizierungen und Demokratisierungen zu überleben, indem sie sich in der bürgerlichen Mitte versteckte, wo sie nicht in den Verdacht geriet, zu rechts oder zu links für den jeweiligen Staat zu sein.
Wie das alles klappen konnte? Nunja… Es ist Deutschland hier. Und davon handelt das nächste Lied:
Manch eineR wird sich die letztn zwei Monate gefragt haben: “Sollte gerade nicht eigentlich Sommer sein?”
Sommer… Ihr wisst schon… Sonnenschein, 30° plus X, Pullis und Jacken wegpacken, Grillen, Schwimmen, Lagerfeuer… You know the game.
Und hatten wir nicht etwas anderes erwartet? Temperaturanstieg, Polkappenschmelze, Überflutung Hollands, das Sauerland wird zum Tropischen Inselparadies…
Fast jedes Jahr aufs neue wurde Temperaturrekord um Temperaturrekord gebrochen. “Früher war das alles nicht so schlimm.” So war es bis vor kurzem noch die einhellige Meinung der älteren Generation. Aber was nun?
Ist es durch die grandiosen CO2-Einsparungen gelungen, den Klimawandel zu stoppen? Sorgen abgebrochene Eisschollen aus dem hohen Norden für die Abkühlung Europas? Experimentiert die CIA mit unserem Wetter?
Oder haben ExpertInnen aller HerrenInnen Länder recht, die schon seit Jahren sagen: Der Klimawandel ist eine Lüge! Stellt sich bald vielleicht sogar heraus, dass das Phänomen Klimawandel sozial konstruiert ist?
Nunja… Obwohl die Produktion von lebenswichtigen Glückshormonen durch mangelnden Sonnenschein nachweislich eingeschränkt wird (Auf Anfrage schicke ich euch die betreffende Bibelstelle), sollten wir nicht den Kopf hängen lassen: Auch als Klimaopfer kann man tun, was man im Sonnenschein auch tun würde: Quatsch!
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